Feldabschirmung

Abschirmung des Erdmagnet- und Erdanziehungsfeldes

 

Inhalt

 

1. Grundlagen

2. Meißner-Ochsenfeld-Effekt

2.1 Walter Meißner

3. Podkletnov-Effekt

4. Elektronensättigungseffekt

5. Materialien Grundlagen

5.1 Gase

5.1.1 Helium

5.2 Feste Materialien

5.2.1 Quecksilber

6. Effekte und Projekte

6.1 Die Glocke

6.2 Podkletnov

6.3 Kugelkondensator

9. Quellen

 

 

1. Grundlagen

 

Wie erklärt sich das schweben von supraleitenden Scheiben auf einen Magneten? Warum ist die Schwerkraft der Erde eine Etage über einen Versuch abgeschirmt?

 

Vielen Versuchen die unter Antigravitation beschrieben werden scheint eins gemeinsam zu sein, Sie schirmen das Erdmagnet- und Anziehungsfeld ab. Welche Erklärungen und Ansätze es hierzu gibt, werden nachfolgend beschreiben.

 

 

2. Meißner-Ochsenfeld-Effekt

 

Der Meißner-Ochsenfeldeffekt wurde 1933 von Walther Meißner und Uwe Ochsenfeld entdeckt. Er beschreibt das Phänomen der Magnetischen Feldabschirmung eines supraleitenden Materials.

 

1.) Magnetfeldverdrängung: Bei diesem quantenmechanischen Phänomen, verlieren die Elektronen Ihre Individualität und verdrängen im Kollektiv das Magnetfeld aus dem "Inneren" eines Supraleiters.

 

2.) Schwebeeffekt: Die von außen anliegenden Magnetfelder dringen in einer sehr dünnen Grenzschicht (Lamda L) in den Supraleiter ein. Dadurch wird außen am Supraleiter ein elektrischer Abschirmstrom senkrecht zum äußeren Magnetfeld erzeugt. Durch den Abschirmstrom wiederum wird ein Magnetfeld erzeugt, das die gleiche Stärke des von außen anliegenden Magnetfeldes hat und diesem entgegenwirkt. Dadurch schwebt der Supraleiter.

 

Der Effekt kann mit der klassischen Schulphysik nicht erklärt werden. Ein theoretischer Ansatz zur Berechnung dieses Effektes sind die London-Gleichungen

 

 

2.1 Walter Meißner

 

Für die weiteren Erklärungen dieser Seite ist es wichtig mehr über die weiteren Arbeiten von Walther Meißner zu erfahren.

 

Walther Meißner war ein deutscher Physiker. Er wurde 1882 in Berlin geboren und starb 1974 in München. Er studierte Maschinenbau, anschließend Mathematik und Physik. Nach seinem Studium arbeitete er für die Physikalisch-technische Reichsanstalt, in der er zum Oberregierungsrat ernannt wurde.

 

1913 wechselte er in das elektrische Forschungslabor. Dort betrieb er Forschungen zur Tieftemperaturphysik und baute eine Wasserstoffverflüssigungsanlage. In den Jahren 1922-25 folgte der Bau einer Heliumverfüssigungsanlage, die weltweit erst die Dritte Anlage neben Lenton und Toronto war.

 

 

3. Podkletnov-Effekt

 

Beim Podkletnov-Effekt schwebte eine supraleitende Scheibe Aufgrund des Meißner-Ochsenfeld-Effektes auf einem Magneten. Diese Scheibe wurde durch Elektromagneten am Rand in Rotation versetzt.

 

Erst durch diese Rotation wurde festgestellt, das "oberhalb" der rotierenden Scheibe eine scheinbare Abschirmung der Erdanziehung mit einem Luftdruckmessgerät nachgewiesen wurde.

 

Bei diesem Effekt scheint es zur Abschirmung der Erdanziehung zu kommen. Leider wurden damals keine Messungen mit einer Feinwaage, oder einem Magnetfeldmessgerät durchgeführt. Diese hätten genauer Auskunft über die "Art" der Abschirmung geben können.

 

 

4. Elektronensättigungseffekt

 

Im OU- Forum wird eine mögliche Erklärung für antigravitative Effekte eines sich rotierenden Körpers besprochen. Der Ansatz ist dort im Kap. 4.1 nachzulesen und läßt sich wie folgt beschreiben:

 

  1. In Ferromagnetischen oder Ferroelektrischen Material wird bei vorhandener Curie-Temperatur das Material paramagnetisch. Es verliert in diesem Zustand all seine magnetischen Eigenschaften.
  2. Durch den Supraleitenden Zustand de Materials können sich die Elektronen nahezu verlustfrei im Material bewegen.
  3. Wenn wir diesen Zustand haben und den festen Körper beschleunigen, richten sich die einzelnen Moleküle, Atome gleich aus (polarisieren)
  4. Durch die hohe Drehzahl bildet sich danach "im" Material ein Potentialgefälle (z.B. Außen mehr Elektronen und innen weniger = Hochspannung im Material (Skineffekt))
  5. Nach überschreiten des Sättigungsniveaus der Elektronenmenge an der Oberfläche (außen), kommt es zu einer Krümmung des Raumes im Skalarwellenbereich der Elektronen wodurch der Raum in der Nähe der Hochspannung gedehnt wird.
  6. Durch diese Dehnung werden die um Raum enthaltenen Konstanten wie Zeit, Gewicht und Temperatur (Molekularschwingung) verändert und es kommt zu einer Levitation.

 

Bei diesem Ansatz wird die Levitation durch eine resultierende Raumkrümmung erklärt. Dies erinnert stark an den Warp-Antrieb, den wir aus Serien wie StarTrek kennen. Beim Warpantrieb wird vor dem Raumschiff eine Raumkrümmung erzeugt, die das Raumschiff in einem Sog nach vorne zieht. 

 

 

5. Materialien Grundlagen

 

Welche Materialien wurden beid den Versuchen eingesetzt, bei denen eine Abschirmung der Felder erreicht wurde?

Die Gase die zur Kühlung von Supraleitern verwendet werden, und die festen Materialien wie Metalle und Ferrite werden hier näher beschrieben.

 

 

5.1 Gase

 

5.1.1 Helium

 

Helium ist ein farbloses ungiftiges Edelgas. Die für uns wichtigen Eigenschaften

sind:

 

Magnetismus: diamagmetisch

Siedepunkt:    -269°C

Flüssig bei:     -269,94°C

 

5.2 Feste Materialien

 

5.2.1 Quecksilber

 

Quecksilber ist ein Metall, das zur Serie der Übergangsmetalle zählt. Welche Eigenschaften hat Quecksilber?

 

Magnetismus: diamagmetisch

Schmelzpunkt:    -38,83°C

Supraleitend bei:   -269°C


Quecksilber ist neben Gallium der einzige metallische Niedertemperatursupraleiter.

 

 

6. Effekte und Projekte

 

Auf dieser Seite wurden einige Effekte der Feldabschirmung beschrieben. Welchen Zusammenhang gibt es möglicherweise zwischen diesen Effekten und den Projekten wie "Die Glocke" und anderen? Dieser Frage versuchen wir auf den Grund zu gehen.

 

Weitere Informationen zur Glocke, Potkletnov und den anderen Projekten, können Sie im Detail direkt im jeweiligen Unterbereich unter Antigravitation nachlesen.

 

 

6.1 Die Glocke

 

Die Hauptkomponenten der Glocke sind zwei übereinander angeordnete Zylinder, die Quecksilber enthielten. Gebaut wurde die Glocke im zweiten Weltkrieg, somit zwischen den Jahren 1939 und 1945.

 

Durch die Arbeiten von Walther Meißner waren die Deutschen schon zu dieser Zeit im Besitz der Heliumverflüssigungstechnlogie. Mit flüssigen Helium ist es möglich Quecksilber auf eine Temperatur von -269°C herunter zu kühlen. Genau bei -269°C ist Quecksilber supraleitend, womit der Meißner-Ochsenfeldeffekt der Magnetfeldabschirmung eintreten würde.

 

Wenn die Erde ein extrem starkes Magnetfeld hätte, hätte die Glocke vermutlich schon geschwebt, wie ein Supraleiter auf einem Magnetfeld. Da das Gewicht der Glocke sehr hoch gewesen sein muss, reichte diese Effekt wohl nicht um die Glocke schweben zu lassen.

 

Was wäre nun, wenn die Forscher damals schon den Effekt entdeckt haben, auf den auch Podkletnov gestoßen ist. Die Abschirmung der Erdanziehung und möglicherweise mehr. Der Effekt der Elektronensättigung beschreibt, das ein schnell rotierender supraleitender Körper zu einer Raumkrümmung führt. Erst durch diese Krümmung wird eine Feld erzeugt, das die Anziehungskraft der Erde abschirmt und sogar aufzuheben scheint.

 

Solange keine neue Versuchsanlage aufgebaut wird die der Glocke (ohne Kern) entspricht, und mit flüssigen Helium auf Supraleitertemperatur herunter gekühlt wird, werden wir nicht herausfinden ob die Glocke wirklich genauso funktioniert hat.

 

 

6.2 Podkletnov

 

Bei der Scheibe von Podkletnov handelte es sich um eine rotierende supraleitende Scheibe. Somit tritt der Meißner-Ochsenfeldeffekt der Schwebung ein.

 

Durch die Rotation wird scheinbar die Erdanziehung oberhalb der Scheibe abgeschirmt. Es könnte zur Elektronensättigung kommen, bei der um die Scheibe herum der Raum gekrümmt wird. Diese Krümmung könnte die Erdanziehung oberhalb der Scheibe abschirmen.

 

Entgegen dem Magnetfeld der Erde, das beim Meißner-Ochsenfeldeffekt um die Scheibe herumgeleitet wird, scheint bei diesem Effekt die Erdanziehung nicht umgelenkt, sondern komplett abgeschirmt zu werden.

 

 

6.3 Kugelkondensator

 

Der Kugelkondensator ist weder ein Supraleiter noch rotiert er. Daher kommt scheinbar keiner der hier beschriebenen Effekte zum tragen.

 

Die bisherigen Versuchsergebnisse zeigen, das die Gewichtsveränderung lediglich im Grammbereich liegt. Daher kann es sein, das es sich hier nur um den Effekt handelt, das sich zwei unterschiedlich geladene Kugeln (Erde, Kugelkondensator) je nach Ladung abstoßen oder anziehen.

 

Was dagegen spricht ist die Gewichtsveränderung, bei außen angelegter Erdung. In dem Fall ist die Kugel nach außen hin neutral geladen. Es sollte daher zur Erde hin, zu keiner elektrostatischen Anziehung oder Abstossung kommen. 

 

Die einzige mögliche Erklärung wäre eine Magnetfeldabschwächung im inneren des Kugelkondensators, wie beim Meißner-Ochsenfeldeffekt beschrieben. Durch die Hochspannung wird eine Elektronensättigung auf der Kugelschale erzeugt, die vielleicht wie bei dem Quanteneffekt des Meißner-Ochsenfeld-Effektes das Magnetfeld im inneren der Kugel abschirmt. 

 

Diese Ansätze sind reine Spekulation und müssten durch weitere Versuche und Berechnungen genauer untersucht werden.