Antigravitationskugel - Kugelkondensator

Inhalt

 

1. Grundlagen

2. Versuchsaufbau

2.1 Schichtung

3. Versuchsbeschreibung

4. Berechnungen

4.1 Formeln

4.2 Ermitteln der Verhältnisse zueinander

4.3 Erkenntnisse bei 70cm Kugeldurchmesser

4.4 Alle Verhältnisse

4.5 Kugeldurchmesser von 280cm

4.6 Auftriebsberechnungen

5. Resüme

6. Messaufbau Alternativ

7. Vergleich mit Haunebu III

8. Eigene Versuche

8.1 Erste Test mit 0,5m Kugelkondensator

9. Quellen

10. Download

 

 

1. Grundlagen

 

Im OU-Forum wurde über einen Kugelkondensatoraufbau aus Russland berichtet der, an einer Hochspannungsquelle angeschlossen, leichter geworden sein soll. Aus dem Mailverkehr geht hervor, das bei einer 23cm Kugel 5 Gramm und bei einer 70cm Kuge eine Gewichtsveränderung von ca. 42 Gramm ermittelt wurde.

 

Laut Forum, sollen noch Versuche mit einer 50cm Kugel durchgeführt worden sein. Leider liegen mir dazu keine Werte vor.

 

Es wurde berichtet das die Polarität eine Rolle spielt, und bestimmt ob die Kugel leichter oder schwerer wird. Bei der einen Polarität nimmt die Kugel um das angegebene Gewicht zu, und bei der eintgegengesetzten Polarität nimmt Ihr Gewicht ab.

 

Als Kugelkondensator wurde zwei Kunststoffkugeln von außen abwechselnd mit Alufolie und mehreren Lagen Frischhaltefolie als Isolator beschichtet. Je Aluschicht wurde ein Anschlusskabel nach draußen geführt.

 

Aufgehängt wurden der Kugelkondensator an einer Balkenwage die mit Laserpointer bestückt war, für das ablesen einer Ablenkung an der Wand. Austariert wurde diese Waage mit einem Wassertopf.

 

Weiterhin wird erwähnt, das bei Versuchen eine mechanische Waage verwendet werden sollte, da die vorher verwendete digitale Waage durch die Hochspannung keine korrekten Werte anzeigte.

 

 

2. Versuchsaufbau

 

Das folgende Bild zeigt den prinzipiellen Aufbau der Versuchsanlage.

 

Antigravitationskugel - Versuchsaufbau
Antigravitationskugel - Versuchsaufbau

 

2.1 Schichtung

 

Im Versuchaufbau is der Kugelkondensator vereinfacht dargestellt. Er soll in Wirklichkeit wie folgt geschichtet worden sein:

 

Kugelkondensator - Schichtung
Kugelkondensator - Schichtung

 

Dabei dient die grüne Alufolienschicht als Steuerschicht, die wahlweise an Plus oder Minus angeschlossen wurde, um die Stärke zu regulieren.

 

Weiterhin können auch die Schicht für den Pluspol und Minuspol vertauscht werden. Es heisst das beim vertauschen der Polung entweder zu einer Massezu- oder Abnahme kommt.

 

 

3. Versuchsbeschreibung

 

Die Versuche wurden an 2 sphärischen Kugelkondensatoren mit einem Durchmesser von 23cm und 70cm durchgeführt.

 

Die Gewichtsveränderung bei der 23cm Kugel soll 5 Gramm, und bei der 70cm Kugel im Schnitt 42 Gramm betragen haben.

 

Laut Aussage des Forschers, müsste bei einer angenommenen Kugel mit einem Durchmesser von 2,8m, ein Gewicht von 10t gehoben werden können. Er bezieht sich hierbei auf die Änderungen der Kugelvolumen im Verhältnis zum Durchmesser und der gemessenen Gewichtsabnahme.

 

Eigene Berechnungen, die zu anderen Werten führen, werden im Kapitel 4. näher erläutert.

 

Die russischen URL's  aus dem OU-Forum, sind nur noch selten erreichbar. Es ist daher nicht bekannt, was seit 2010 weiter erforscht wurde. Auch im deutschen Forum wurde bisher nichts von eigenen Versuchen zu diesem beschriebenen Phänomen berichtet. Daher ist unklar, ob diese Versuche echt sind, oder ein Fake.

 

Was wirklich dran ist, können eigene einfache Versuche mit einem HV-Generator, unterschiedlich großen Kugelkondensatoren und einer mechanischen Feinwaage mit Haken zeigen. Diese Versuche wollen wir durchführen. Mehr zu den Versuchen siehe Kapitel 7.

 

 

4. Berechnungen

 

Um eine genaue Aussage darüber zu machen, wie der Kurvenverlauf der Gewichtsveränderung zur Größe der Kugel ist, bräuchten wir mindestens 3 Messwerte.

 

Es liegen bisher nur zwei experimentell ermittelte Werte vor:

  1. Kugeldurchmesser 23cm = 5 Gr. Gewichtsveränderung
  2. Kugeldurchmesser 70cm = 42 Gr. Gewichtsveränderung

 

 

4.1 Formeln

 

Für weitere Berechnungen nehmen wir folgende zwei Formeln, mit denen die Kugeloberfläche und das Kugelvolumen berechnet werden können:

Formeln zur Kugelberechnung
Formeln zur Kugelberechnung

 

4.2 Ermitteln der Verhältnisse zueinander

 

Wir haben die Werte bei 23cm und 70cm. Um weitere Kugelkondensatoren zu ermitteln, wurde als Maßstab die Werte der 23cm/5Gr.-Kugel genommen.

 

Eine 23cm Kugel hat eine Kugeloberfläche von 16,62 dm². Bei 5 Gr. Gewichtsveränderung haben wir einen Wert von:

 

Gewicht/Kugeloberfläche = 0,3

 

Weiterhin können wir einen Faktor für das Kugelvolumen ermitteln. Eine 23cm Kugel hat ein Kugelvolumen von 6,37 dm³ Bei 5 Gr. Gewichtsveränderung haben wir einen Wert von:

 

Gewicht/Kugelvolumen = 0,785

 

Weitere Faktoren sind der folgenden Grafik zu entnehmen:

 

Legende:

  • Gewicht 1 = 5 Gr.
  • Gewicht 2 = 42 Gr.
  • Volumen 1 + Umfang 1 sind abgeleitete Werte aus dem Durchmesser einer 23cm Kugel
  • Volumen 2 + Umfang 2 sind abgeleitete Werte aus dem Durchmesser einer 70cm Kugel

 

Das Verhältnis Umfang 42cm zu Umfang 23cm beträgt 9,26

Das Verhältnis Gewicht 42Gr. zu Gewicht 5 Gr. beträgt 8,4

Das Verhältnis Volumen 42cm zu Volumen 23cm beträgt 28,19

 

Nur an Hand dieser Verhältnisse ist zu erkennen, das Umfang 2/1 und Gewicht 2/1 beide annähernd den Wert 9 ergeben.

 

Der Wert Volumen 2/1 dagegen ist weit von 8 entfernt, und beträgt 28,2

 

Für weitere Berechnungen liegen uns leider keine weiteren Gewichtswerte vor. Dafür können wir die Werte für die Kugeloberfläche und das Volumen an Hand der Kugeldurchmessers ausrechnen.

 

Um das zu können, wurde der Wert des 23cm Kondensators als Vorlage für die Faktoren genommen. Also Gewicht/Kugeloberfläche und Gewicht/Kugelvolumen bei den vorhandenen 5 Gr. und 23cm. Daraus errechnen sich die folgenden Werte in der Tabelle:

 

Legende:

  • Gewicht 1 (Gr.) - Kugeloberfläche * Faktor Gewicht/Kugeloberfläche. Die gelben Werte sind nicht berechnet, sondern ergeben sich aus dem Versuch.
  • Gewicht 2 (Gr.) - Kugeloberfläche * Faktor Gewicht/Kugeloberfläche
  • Gewicht 3 (Gr.) - Kugeloberfläche * Faktor Gewicht/Kugelvolumen

 

Kugelkondensator - Gewichtstabelle
Kugelkondensator - Gewichtstabelle

 

4.3 Erkenntnisse bei 70cm Kugeldurchmesser

 

Wenn Sie sich die errechneten Gewichtswerte ansehen, erkennen Sie das der Wert unter "Gewicht 2 (g)" der sich auf die Kugeloberfläche bezieht, fast den Wert ergibt der im Experiment ermittelt wurde, also 42 Gramm.

 

Der berechnete Wert unter "Gewicht 3" der sich auf dass Kugelvolumen bezieht, weicht extrem von dem ermittelten Wert (43 Gr.) ab. Er beträgt nicht 42 Gramm sondern müsste bei ca 141 Gramm liegen.

 

 

4.4 Alle Verhältnisse

Die folgende Tabelle zeigt die Verhältnisse zueinander. Also wie groß ist das Volumen eines 70cm Kondensators zu einem 23cm Kondensator.

 

Als Bezugswerte dienen die Werte des 23cm Kugelkondensator mit 23cm. Alle anderen Werte sind das X-fache dieser Werte

Kugelkondensator - Verhältnisse
Kugelkondensator - Verhältnisse

 

 

4.5 Kugeldurchmesser von 280cm

 

Laut Forscher müsste die Gewichtsveränderung bei einer Kugel mit 280cm knappe 10t betragen. Die berechneten Werte in der Tabelle ergeben komplett andere Werte.

 

Nehmen wir den wahrscheinlicheren Fall das die Tabellenwerte unter "Gewicht 1 (g)" stimmen. Dann müsste die Gewichtsveränderung bei einer 280'er Kugel bei 741 Gramm liegen.

 

Selbst wenn wir den Faktor für das Kugelvolumen nehmen, kommen wir rechnerisch nur auf 9kg und nicht 10t.

 

 

4.6 Auftriebsberechnungen

 

Gibt es vielleicht bei einem Vergleich mit einem Heliumballon, und dessen Auftrieb einen Vergleich der hier zum Tragen kommt?

 

Dies wurde in der folgenden Grafik berechnet. Es wurde der normale Auftrieb eines Heliumballones mit den angegebenen Durchmessern bestimmt. Die Angaben in Gramm, beziehen sich auf die reine Auftriebskraft des Gases. Sie müsste in Newton angegeben werden. Da bei den russichen Experimenten die Angaben auch in Gramm gemacht wurden, sind auch die Auftriebskräfte in Gramm angegeben.

 

Aus der letzten Tabelle ist abzulesen, das der Auftrieb propotional zum Volumen der Kugel ist. Wie vorher schon festgestellt ist der Auftrieb bei dem Kugelkondensator proportional zur Kugeloberfläche und nicht zum Volumen.

 

 

5. Resüme

 

Was fehlt ist mindestens noch ein bis zwei weitere ermittelte Wert. Am besten würde sich hier eine Kugel von ca. 50cm und eine Kugel mit 100cm Durchmesser eignen, da dieser Wert genau zwischen 23cm-70cm und oberhalb von 70cm liegen. Mit diesen weiteren Ergebnissen, könnte eine genauere Funktion der Gewichtsveränderung bestimmt werden.

 

Wenn die Auftriebskräfte proportional der Oberfläche sind, würde es mehr sinn machen einen Ballon mit Helium zu befüllen.

 

Einzige Ausnahme wäre ggf. eine weitere Schichtung des Kugelkondensators, um so den Effekt über die mehrfache Fläche zu multiplizieren. Ich denke da an den Aufbau eines Orgonakkumulators, der ebenfalls bei mehreren Schichten eine größere Wirkung hat.

 

Genaue Werte und Ergebnisse können nur durch eigene Versuche ermittelt werden.

 

6. Messaufbau Alternativ
 

Da digitale Feinwaagen im Küchenbereich sehr günstig zu bekommen sind, und diese Grammgenau den Wert anzeigen, könnte vielleicht der folgende Versuchsaufbau helfen, das geschilderte Problem mit der elektronischen Waage zu lösen.

 

Versuchsaufbau mit elektr. Waage
Versuchsaufbau mit elektr. Waage

 

Hierbei wird die Kugel über eine lange Kunststoffschnur angehängt. Die Schnur ist über eine oder zwei Umlenkrollen mit einer Feinwaage verbunden.

 

Die Feinwaage steht weit genug vom Kugelkondensator entfernt, um nicht von der Hochspannung beeinträchtig zu werden. Man kann die elektrische Feinwaage auch in einem Faradayschen Käfig stellen der geerdet ist.

 

Nach dem aufhängen des Kugelkondensators, muss die elektrisch Feinwaage tariert werden, damit sie Null anzeigt.

 

Wenn der Kugelkondensator mit angelegter Hochspannung an Gewicht verliert, müsste dies an der Feinwaage in Gramm angezeigt werden.

 

 

7. Vergleich mit Haunebu III

 

Interessant ist, das bei Bildern der deutschen Flugscheiben Haunebu III mehrere halbkugelförmigen Ausbuchtungen unten am Rumpf zu erkennen sind.

 

Einige meinten das es sich hierbei um Geschützttürme handelt.

 

Falls der Gravitations-Abschirmungseffekt solch eines Kugelkondensators funktionieren sollte und die Angaben mit 10t stimmen würden, könnte man durch eine Anordnung von 3 im Dreieck angeordneten Kugeln am Rumpf eines Fluggefährtes, durch Anpassung der Hochspannung an den Kugeln, das Gefährt in alle Richtungen navigieren.

 

 

8. Eigene Versuche

 

Auch wenn es wahrscheinlich ist, das eine 2.8m Große Kugel keine 10t heben kann, wird dieser Versuchsaufbau nachgestellt.

 

Wie im Kapitel 4 angegeben wird auf jeden Fall eine Kugel mit ca. 50cm Durchmesser verwendet, um den benötigten 3. Wert zu erhalten.

 

Danach wird geprüft, wie die Versuche weitergeführt werden.

 

Als Kugel wird eine Plexiglaskugel zum Einsatz kommen. Diese Kugel (kann auch aus 2 Halbkugeln bestehen) kann in vielen Bastel- oder Dekogeschäften gekauft werden.

 

Danach wird diese Kugel mit Alufolie beklebt und danach mit Frischhaltefolie in mehreren Lagen. Dann wieder eine Schicht Alufolie und Frischhaltefolie. Wie im Kapitel 2.1 beschrieben. Für den Anfang wird auf die Grüne Aluschicht zur Steuerung verzichtet, da wir einen regelbaren HV-Generator verwenden.

 

Messgerät: Ein Hochspannungstastkopf, der bis 40kV DC geht, liegt für Messungen vor, ebenso das dafür nötige digitale Multimeter.

 

HV-Generator: Als Hochspannungsgenerator wird ein regelbarer HV-Generator 0-40kV DC verwendet.

 

 

0,5m Kugelkondensator
0,5m Kugelkondensator

8.1 Erste Test mit 0,5m Kugelkondensator

 

Der erste Test wurde mit einem Kugelkondensator 0,5m Durchmesser, einem HV-Generator 0-30kV, einer elektrischen Waage und zweier Umlenkrollen durchgeführt. Der Aufbau orientierte sich auf gezeigten Aufbau aus Kap. 6.

 

Wie der Kugelkondensator gebaut wurde, können Sie unter Glasfaserkugel, HV-Versuche Kap. 3 und Kugelkondensator nachlesen.

 

Es wurde alles in einer Garage aufgebaut. Das Garagentor war offen und die Kugel dadurch ständig minimal in Bewegung. Das Ergebnis war, das die elektrische Waage auch nach dem austarieren auf 0 (TARA) immer Gewichtsunterschiede angezeigt hat.

 

Es wurde trotzdem Hochspannung angelegt und der 30kV Generator angeschlossen. Die Spannung wurde langsam erhöht. Bei ca. 20 kV kam es zu einem durchschlagen der Folie im Kondensator zwischen den beiden Aluschichten.

 

Nach dem ausschalten der Anlage und abhängen des HV-Generators vom Kugelkondensator, wurde die Ladung und Spannung am Kondensator geprüft. Es zeigte sich das der Kugelkondensator, trotz Durchschlag, die Ladung gehalten hat.

 

Ergebnis: ein Testaufbau wie dieser muss in einem Raum im inneren durchgeführt werden, ohne Einflüsse durch Luftturbulenzen. Weiterhin muss der Kondensator vor dem nächsten Einsatz an der Durchschlagsstelle ausgebessert werden. Trotzdem zeigte der Versuch, das so ein simple Kugelkondensatoraufbau für die geplanten Versuche geeignet ist.

 

 

9. Quellen

 

Overunity.de-Forum - Beitrag zum Kugelkondensator

 

 

10. Download

Kugelkondensator Berechnungen
Eigene Berechnungen zum Kugelkondensator, an Hand der experimentellen Werte.
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Kugelkondensator Auftrieb
Vergleichsberechnung Auftrieb Kugel mit HV und Helium, sowie theoretischen Werten einer Vacuumkugel.
Auftrieb.pdf
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