Entkalkung

Inhalt

 

1. Grundlagen

2.1 Salz-Entkalkungsanlage

2.2 Elektromagnetische Feld mit 2 Drähten

2.3 Magnete an der Leitung

2.3.1 Magnete Beschreibung

2.3.2 Eigene Erfahrungen

2.3.3 Fremde Erfahrungen

2.4 Magnetfeldwirkung auf das Wasser

2.5 Kalkversuche Winter 2013/14

6. Quellen

 

 

1. Grundlagen

 

Wer kalkhaltiges Wasser zu Hause hat kennt das Problem, dass die Leitungen, Durchlauferhitzer und Wasserkocher schnell verkalken. Um den Kalk zu entfernen gibt es große Hausanlagen, kleine Aktivkohlefilter und elektromagnetische Lösungen. Auch zwei einfache Magnete können schon helfen. Mehr dazu in den folgenden Kapiteln.

 

 

2.1 Salz-Entkalkungsanlage

 

Es gibt die Möglichkeit Entkalkungsanlagen in die Leitung einzubauen. Bei einigen dieser Anlagen wird hierfür Salz verwendet. Hierbei entzieht das Salz dem Wasser den Kalk.

 

 

2.2 Elektromagnetische Feld mit 2 Drähten

 

Weiterhin gibt es seit Jahren elektrische Geräte bei denen zwei Drähte um die Wasserleitung gewickelt werden. Über die Drähte wird durch das Gerät ein elektromagnetisches Wechselfeld erzeugt das verhindern soll, dass sich der Kalk absetzen kann. Der Nachteil ist, dass diese Anlagen dauerhaft am Stromkreis angeschlossen sein müssen, damit Sie ihr Feld aufbauen.

 

 

Wechselfeldgenerator-Leitung
Wechselfeldgenerator-Leitung

 

2.3 Magnete an der Leitung

 

Ich bekam den Hinweis, dass ein einfacher Magnet an der Wasserleitung angebracht helfen soll, eine Kalkablagerung in der Leitung zu verhindern. Das musste ausprobiert werden.

 

 

2.3.1 Magnete Beschreibung

 

Da ich einige Magnete auf Grund der Magnetmotorversuche daheim hatte, wurden zwei starke Magnete genommen und wie folgt an der Wasserleitung und gegenüberliegend mit Klebeband befestigt.

 

Entkalkung-Magnet-Leitung
Entkalkung-Magnet-Leitung

Das folgende Bild zeigt die beiden Magnete an der Leitung. Zu sehen sind runde diametrale Magnete. Diese wurden mit ihrer Magnetfeld so ausgerichtet, wie oben zu sehen.

 

Magnete an der Leitung Praxis
Magnete an der Leitung

 

Die Magnete haben eine Haftkraft von >30kg und eine Größe von ca. 50x30x30. Ich denke, dass es hier mehr auf die Magnetkraft ankommt als auf die Außenmaße. Die Kosten für die beiden Magnete lagen bei ca. 20 €. Nachdem die Magnete angeklebt wurden hieß es abwarten.

 

Neben den oben gezeigten Magneten mit der Magnetisierung in Längsrichtung kam der Hinweis, das auch normale Scheibenmagnete D30x10mm ca. N50 den gleichen Effekt haben. Diese sind nicht in Längsrichtung, sondern quer magnetisiert und haben je Seite einen Pol. Was zeigt, das es nur darauf ankommt, das Wasser ein starkes Magnetfeld durchström, unabhängig von der Richtung des Magnetfeldes.

 

 

2.3.2 Eigene Erfahrungen

 

Wir heizen im Winter viel mit Holz. Damit die Luftfeuchtigkeit im Raum stimmt, steht daher immer eine Schüssel mit Leitungswasser auf dem Kaminofen.

 

Normalerweise bildet sich in der Schale sehr schnell eine dicke Kalkkruste die nur schwer und mit viel Essigessenz entfernt werden kann. Das erste was nach dem anbringen der Magnete auffiel war, dass der Kalk kaum noch an der Schüssel haftete und wesentlich einfacher zu entfernen war. Allerdings nur, wenn der Wasserstand in der Schüssel auf gleichem Niveau gehalten wird.

 

Weiterhin viel auf, dass unser Wasserkocher nur noch minimal verkalkte und diese Kalkreste einfach ausgewischt werden konnten. Es scheint so, als ob der Kalk im Wasser wirklich so verändert wird, das er sich nicht mehr absetzt. Eine Erklärung wieso sich der Kalk durch das Magnetfeld verändert wird in Kapitel 2.4 näher erläutert.

 

Wie der Kalk sich auf die Kalkschicht in der Wasserleitung auswirk, kann ich nicht sagen, da die Rohre schon eine Kalkschicht enthalten und eingebaut sind. Ich gehe trotzdem davon aus, dass auch in den Wasserleitungen ein ähnlicher Effekt auftritt wie im Wasserkocher und in der Glasschale.

 

Ich bin auf jeden Fall überrascht, dass mit zwei Magneten für weniger als 20.- € so ein positiver Effekt hervorgerufen werden kann. Daher bleiben die beiden Magnete an der Wasserleitung.

 

Was als nächstes getestet wird, wie sich einfache Magnete aus dem Handel, auf den Spritverbrauch im Auto ausüben. Auch hier gibt es inzwischen viele Anbieter von Magnetstäben und mehr, von denen gesagt wird, dass sie den Spritverbrauch verringern.

 

Ich werde dies mit normalen Magneten, wie bei der Wasserleitung gegenüber angebracht, ausprobieren. Mehr dazu finden Sie unter Alternative Treibstoffe-Magnetsysteme.

 

 

2.3.3 Fremde Erfahrungen

 

Anfang 2014 kam ein Erfahrungsbericht eines anderen Nachbauers. Er hat zwei D30x10mm N50 Scheibenmagnete verwendet und berichtete:

 

Abweichend von Ihrer "Versuchsanordnung" ist ein Teil meines Hauswasseranschlusses mit einem Eisenrohr versehen. An dieses heftete ich die beiden Magnete an.

 

Nach Anbringen der Magnete konnten wir bereits nach 2-3 Tagen eine geschmackliche Veränderung im Wasser feststellen. Meine Frau und ich hatten den Eindruck "weicheres" Wasser zu trinken. Weiterhin haben wir in den vergangenen drei Wochen deutliche Veränderungen an folgenden Stellen erkennen können:

 

  • Küchenspüle
  • Glaskaraffen und Gläser
  • Espressomaschine
  • Glasduschwand
  • Waschbecken

 

Die entsprechenden Stellen wiesen eine deutlich reduzierte Kalkablagerung auf. Aufgrund der gemachten Erfahrungen steht die Wirkung der Magnete für mich außer Frage.

 

 

2.4 Magnetfeldwirkung auf das Wasser

 

Wie ich selbst festgestellt habe, sinkt nicht die Härte des Wassers. Der Kalkanteil im Wasser bleibt gleich. Durch den Einfluss des Magnetfeldes kann daher nur die kristalline Struktur vom Kalk verändert werden.

 

Ein gutes Beispiel für eine veränderte Kristallstruktur ist Kohlenstoff. Je nach Kristallstruktur, liegt er als Kohle, Graphit, Diamant oder Kohlenstoffnanoröhrchen vor.

 

Der Kalk (CaCO3) wiederum benötigt laut Forschern eine Oberfläche wie Metall, um sich abzuscheiden. Erst durch die Veränderung in einem Magnetfeld wird das Calcit in eine andere Struktur (Aragonit) überführt, die es ihm ermöglicht alleine Kristalle zu bilden. Diese Aragnotistruktur haftet nicht an Metalloberflächen.

 

Der strukturelle Aragoniteffekt vom Kalk, scheint nur eine bestimmte Zeit lang aufrecht erhalten zu werden. Es ist die Rede von 200 Stunden. Danach wandelt sich die Aragonitstruktur wieder in Calcit um, und der Kalk haftet sich an Metalloberflächen an. 

 

Da der Effekt 200 Stunden anhält, ist es möglich innerhalb von 8 Tagen Kalkreste die sich in Behältern finden abzuwischen oder zu reinigen. Wenn der Kalk länger im Behälter bleibt, wird er wieder an der Oberfläche haften.

 

 

2.5 Kalkversuche Winter 2013/14

 

Da wir gerade wieder die Zeit haben, indem der Kamin täglich benutzt wird, werde ich eine Testreihe aufnehmen. Die Wasserschüssel, die auf dem Kaminofen steht, wird noch einmal vollständig entkalkt. Da sei täglich mindestens einmal leer ist, wird sie eine Zeit lang täglich ausgewischt um zu sehen ob sich der Kalk vollständig entfernen lässt.

 

Danach wird der Kalk 6 Tage lang im Wasser stehen gelassen, und versucht dann wegzuwischen.

 

Zu guter letzt wird der Kalk länger als 8 Tage lang im Wasser gelassen, um zu prüfen ob sich der Kalk wieder ansetzt.

 

Bilder und Ergebnisse zu dem Versuch kommen noch im August 2014.