CO2 - Besseres Pflanzenwachstum

Inhalt

 

1. Grundlagen

2. Freilandversuche

3. Einsatz im Gewächshäusern

4. Nutzung CO2 aus Kraftwerken

6. Quellen

 

 

1. Grundlagen 

 

Kohlestoffdioxid ist ein wichtiger Bestandteil unserer Luft. Durch Photosynthese können unsere Pflanzen daraus mit Sonnenlicht Glukose herstellen, das Sie für das Wachstum benötigen.

 

Die Erde hat in den letzten 400.000 Jahren Schwankungen im CO2-Gehalt erlebt. Die Werte schwankten dabei in einem regelmäßigen Zyklus, zwischen 180 und 300 ppm.  Durch die Industrialisierung und den damit verbundenen erhöhten Ausstoß an Kohlendioxid, ist der Wert von knapp unter 300 ppm, auf über 360 ppm gestiegen. Er liegt damit weit über den Werten der letzten Jahrtausenden.

 

Welche Auswirkungen der erhöhte CO2-Gehalt auf die Erde hat wird kontrovers dikutiert. Kohlendioxid ist ein Treibhausgas und wird mit verantwortlich gemacht für die globale Erwärmung. Den größten Kohendioxidausstoß erzeugt die Industrie.

 

Knapp die Hälfte des ausgestossenen Kohlendioxid wird von den Weltmeeren aufgenommen. Der Rest der nicht kompensiert werden kann, verbleibt in der Atmosphäre und kann nur durch Pflanzen auf dem Festland teilweise kompensiert werden. Wichtig ist es das Verhalten von Pflanzen auf einen erhöhten CO2-Ausstoß genauer zu untersuchen. Die Industrie muss Wege finden, das CO2 aus der Produktion anders zu nutzen, als viel Geld für CO2-Zertifikate auszugeben. Diese verschiedenen Ansätze werden nachfolgend beschrieben.

 

 

2. Freilandversuche

 

Der Gehalt an Kohlendioxid ist in den letzten Jahrzehnten von unter 200 auf 360 ppm gestiegen. Nach wissenschaftlichen Studien können die Weltmeere knapp die Hälfte davon aufnehmen.

 

Wir wissen, dass Pflanzen für das Wachstum Kohlendioxid und Sonnenlicht nutzen, um dies in Glukose umzuwandeln. Wenn Pflanzen am Festland durch den erhöhten CO2-Gehalt global besser wachsen würden, müsste der Co2-Wert stabil bleiben und dürfte nicht weiter nach oben gehen. Es sieht aber so aus, als ob der Wert trotzdem weiterhin steigt.

Welche Auswirkungen ein erhöhter CO2-Gehalt auf Pflanzen hat, kann unter Laborbedingungen erforscht werden. Diese Ergebnisse geben allerdings nur bedingt eine Aussage über das Wachstum der Pflanzen, da die Einflüsse in der Natur vielseitiger sind, als dies im Labor getestet werden könnte. Daher wird aktuell weltweit in über 25 Versuchsstationen in Freilandversuchen erforscht, welche Auswirkungen der erhöhte CO2-Gehalt auf das Wachstum hat.

 

Hierbei werden kreisförmig um die Freilandpflanzen oder Bäume herum hohe Rohre installiert, durch die Kohlendioxyd ausströmen kann. Eine Steuerung übernimmt die Aufgabe, das Gas nur in Windrichtung auf die Pflanzen
strömen zu lassen während aus den anderen Rohren kein Gas ausströmt. So wird sichergestellt, dass die Pflanze das CO2 auch aufnehmen kann.

Die bisherigen Ergebnisse bestätigen, dass die Pflanzen teilweise durch den erhöhten CO2-Ausstoß besser wachsen. Wichtige Faktoren sind neben den CO2, auch der Ozonwert, die Menge der Feuchtigkeit und die Bodenbeschaffenheit.

 

Trotz des erhöhten Wachstums wird durch absterbendes Pflanzenmaterial wieder ein Großteil des CO2 an die Luft abgegeben. Die Forschungen müssen in den kommenden Jahren weiterbetrieben werden um eine kleine Aussage zu erhalten, wie sich der erhöhte Kohlendioxidanteil in der Luft möglicherweise auf das globale Klima und Pflanzenwachstum auswirkt.

Sie finden weitere detaillierte Informationen zu den Freilandversuchen im Artikel von Spektrum der Wissenschaft aus 2010

 

 

3. Einsatz im Gewächshäusern

 

Im kontrollierten Anbau, wie in Gewächshäusern, werden heute schon Anlagen für den Agrarökonomen angeboten, die über Rohrleitungen Kohlendioxid  nahe an die Pflanzen bringen, damit das Wachstum und der Ertrag verbessert werden. Firmen, die diese Anlage und CO2 aus Druckbehältern verkaufen, werben weiter damit, dass die Pflanzen durch das zusätzliche CO2 weniger anfällig für Schädlinge und Pilzbefall sind.  

 

 

4. Nutzung CO2 aus Kraftwerken

 

Kraftwerke die viel CO2 erzeugen, müssen hierfür Geld in Form von Emissionsabgaben zahlen. Daher werden Wege gesucht den CO2-Ausstoß zu verringern, oder das CO2 in tiefen Stollen zu lagern.

 

Durch zuführen von mehr CO2 wachsen Pflanzen besser. Wäre es da nicht naheliegend das CO2 der Kraftwerke direkt in einem angrenzenden Gewächshaus zu nutzen. So würde es nicht an die Luft abgegeben, sondern umgewandelt in Obst und Gemüse, das wir essen könnten.

 

Ein weiterer Ansatz ist die Nutzung des CO2 in Algenfarmen. In diesem werden speziell veränderte Algen genutzt, um aus Sonnenlicht und CO2 Treibstoff herzustellen.

 

Solange noch keine Raumenergiekonverter vorhanden sind, und wir  die alte Kraftwerkstechnologie nutzen müssen, wäre Dies ein Weg die Umwelt zu schonen und gleichzeitig die Abgase für unsere Zwecke sinnvoll zu nutzen.