 |
|
|
|
|
|
Zugriffe seit dem 15.Nov 08
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
Bei allen Bauanleitungen auf meiner Seite werden gewisse Kenntnisse benötigt, die nicht unbedingt jeder direkt mitbringt. Da die Elektronikentwicklung aber kein Hexenwerk ist, möchte ich es dem Elektronikinteressierten Laien mit den folgenden Informationen ermöglichen, sich trotzdem an das Bauen und Experimentieren ranzuwagen
Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Ausstattung für den Elektroniker
Das passende Werkzeug
Sie benötigen von den folgenden Werkzeugen auf jeden Fall den Lötkolben, Lötzinn, und eine Kneifzange. Der Rest wird nicht unbedingt benötigt, vereinfacht einem das Leben jedoch ungemein. Eins noch, wenn Sie bei offenem Fenster arbeiten ist die Absaugvorrichtung ebenfalls nicht nötig, da die bleihaltigen Lötdämpfe abziehen können. Ansonsten geben Sie lieber das Geld für die Absaugvorrichtung aus, damit Ihre Gesundheit weiterhin erhalten bleibt. Ansonsten hilft das beste kolloidale Silber nicht.
Hinweis: Seit 2006 ist in der industriellen Fertigung das löten mit bleihaltigen Lötzinn verboten. Als Privatperson ist dies jedoch noch erlaubt.
|
|

|
|
|
|
|
Lötkolben
|
Der Lötkolben sollte eine Leistung von 30-40 Watt haben, und die Spitze temperaturgeregelt sein. Man kann sich entweder eine Lötstation kaufen, bei der die Temperatur geregelt werden kann, oder man kauft einen Lötkolben mit geregelter Spitze. Bei Letzterem regelt die jeweilige Spitze die Temperatur von selber. Ich arbeite mit zwei Lötkolben. Der eine (s. Bild) ist ein Ersalötkolben mit 40 Watt und geregelter Spitze. Der Andere ein 80 Watt Lötkolben, für Lötstellen an denen viele Bauteile zusammengelötet werden müssen. Hier würde der 40 Watt Lötkolben nicht mehr reichen, da das Metall der Bauteile die Hitze zu schnell von der Lötstelle ableitet. Als Spitze empfehle ich für den kleineren Lötkolben eine schmale dünne Spitze, um exakt arbeiten zu können. Für den großen Lötkolben, eine breite und flache Spitze.
|
|
Lötzinn
|
Ich verwende Elektroniklot, wie es im Elektronikhandel erhältlich ist. Dieses Lot hat einen Kern aus Flußmittel, welches für das Löten unverzichtbar ist, da erst das Flußmittel saubere Lötungen erlaubt. Das Lot ist eine Mischung aus verschiedenen Metallen. Diese kann sich z.B. wie folgt zusammensetzen: S-Sn60Pb38Cu2. Hier also 60% Zinn (Sn), 38% Blei (Pb) und 2% Kupfer (Cu). Je nach Lötstelle gibt es unterschiedliche Dicken des Lotes. Ich verwende 0,5 mm Lot für feinere Lötstellen und 1mm Lot für größere Lötstellen.
|
|
Entlötsauglitze

|
Wenn eine Lötstelle nicht gelungen ist und das Lot entfernt werden muß, ist eine Entlötsauglitze sehr hilfreich. Es handelt sich dabei um ein flaches Kupfergeflecht welches mit Flußmittel versetzt ist. Wenn man dieses auf die Lötstelle legt und mit dem Lötkolben erhitzt, wird das Lot von der Litze aufgesaugt.
|
|
Entlötsaugpumpe

|
Eine andere Möglichkeit überschüssiges Lot von einer Lötstelle zu entfernen ist die Entlötsaugpumpe. Sie funktioniert mit Unterdruck und saugt so das Lot von der Lötstelle, nachdem diese erhitzt wurde. Je nach Lötstelle kann man die Litze oder die Pumpe verwenden.
|
|
Elektroniker-Kneifzange

|
Damit die elektronischen Bauteile korrekt abgelängt werden können, oder überschüssiges Material entfernt werden kann, empfiehlt es sich, solch eine Elektronikerkneifzange zu verwenden. Sie ist auf der einen Schneidenseite flach, sodaß es möglich ist überstehendes Material direkt am Bauteil abzuschneiden. Bei so einer Zange sollte jedoch darauf geachtet werden, daß nicht zu dickes Material abgekniffen wird, da ansonsten die Zange schnell Kanten in die Schnittflächen bekommt und dann nicht mehr feineres Material sauber abkneifen kann.
|
|
Kneifzange_klein
|
Um dickeres Material, wie z.B. der weiter unten dargestellte versilberte Kupferdraht, abzulängen, empfiehlt es sich eine kleine Kneifzange zu kaufen. Diese ist stabiler gebaut und genau richtig für dickere Drähte. Jedoch auch hier auf Hinweise achten, bis zu welcher Dicke die Kneifzange eingesetzt werden kann.
|
|
Flachzange_fein
|
Damit Beinchen von Bauteilen exakt gebogen werden können, wird eine kleine Flachzange benötigt. Hierbei sollte darauf geachtet werden, daß der vordere Backenbereich der Zange nicht zu dick ist, um auch an engen Stellen gut biegen zu können.
|
|
Abisolierzange
|
Diese automatische Abisolierzange dient dazu Leitungen oder Drähte, die eine Ummantelung haben, abzuisolieren, um z.B. Lampen, Batterien, also alles was zu einem Stromkreislauf dazugehört, anzulöten.
|
|
Schraubstock_klein
|
Ein ideales Hilfsmittel, um Bauteile zu halten, ist, neben der Dritten Hand, solch ein kleiner Schraubstock. Er ist aus Plastik und kann mit einem Hebel an eine glatte Fläche angesaugt werden. Der Vorteil des Schraubstockes ist ein festes Einspannen der Bauteile.
|
|
Dritte_Hand
|
Ein für mich inzwischen unverzichtbares Hilfmittel ist die “Dritte Hand”. Es handelt sich dabei um ein Gestell, an dem zwei Klemmen beweglich angebaut sind. Diese kann man je nach Bedarf positionieren und die Bauteile mit den Klemmen festhalten. Es kommt sehr oft vor das zwei Hände nicht ausreichen, und dann ist dies ein sehr hilfreiches Werkzeug. Ein Beispiel: Wenn zwei Bauteile an den Enden zusammengelötet werden müssen, ohne daß sie auf dem Boden liegen können, braucht man eine Hand für den Lötkolben, die Zweite für das Lot und die “Dritte Hand” für die Bauteile.
|
|
“Silber”draht
|
Wenn ich dickere Leiter für eine Schaltung benötige, verwende ich versilberten Kupferdraht in unterschiedlichen Dicken. Dieser läßt sich sehr einfach ziehen und verarbeiten, und durch die Silberoberfläche sehr gut löten.
|
|
Absaugvorrichtung
|
Da im Elektroniklot für den Privatgebrauch zum Teil noch ein Bleianteil vorhanden ist, sollte nur mit Absaugvorrichtung gelötet werden. Diese sorgt dafür, daß die giftigen Dämpfe von der Arbeitsstelle weggesaugt werden. Diese werden durch einen Aktivkohlefilter gesaugt und so von den giftigen Metallanteilen befreit. Hier ist meine selbstgebaute Absaugvorrichtung zu sehen. Bei dieser habe ich einen Standartrohrlüfter mit 196 qm/H Saugleistung, wie man ihn im Baumarkt kaufen kann, verwendet. Diesen habe ich in ein Holzgestell eingebaut und einen Aktivkohlefilter davorgesetzt. Diese Filter sind Ersatzeinsätze für eine Absaugvorrichtung, die bei Conrad Elektronic angeboten wird, und ist im 6’er Pack erhältlich. Man kann solch eine Absaugvorrichtung jedoch auch schon unter 60.- Euro bei Conrad Electronic oder anderen Versandhändlern kaufen.
|
|
|

|
|
|
|
>>Seitenanfang<<
Platinen
Lochraster.
Ich habe mich bei meinem Einstieg in die Elektronik auf Lochrasterplatinen festgelegt. Der Vorteil ist, dass sie die Bauteile genau so anordnen und verlöten können wie Sie möchten, und somit eine nachvollziehbare Anordnung haben. Der Nachteil ist der, dass Sie alle zusätzlichen Verbindungen zwischen den Bauteilen mit Drähten ziehen müssen.
Mit etwas Übung und den Tipps weiter unten zum Silberdraht ist aber dies einfach zu bewerkstelligen.
Streifenraster.
Andere verwenden lieber Streifenrasterplatinen. Hier haben sie durchgezogene Kupferbahnen. Sie müssen Ihre Schaltung nur der Kupferbahnstruktur anpassen, die Bauteile platzieren und an den passenden Stellen die Kupferbahn unterbrechen, falls Sie diese mehrfach auf der gesamten Länge verwenden möchten. Der Nachteil ist, dass sie die Bahnen unterbrechen müssen, und die Bauteile nur so platzieren können, wie dies die Kupferbahnen vorgeben. Einige bevorzugen jedoch diese Art der Entwicklung.
Es muß jeder für sich entscheiden, welchen Platinentypen er bei Entwicklungen bevorzugt. Am besten ist es, Sie kaufen sich von jeden Platinentyp eine, und probieren was ihnen besser paßt.
>>Seitenanfang<<
Wie löte ich den nun ?
Da ich das Rad hier nicht zweimal erfinden möchte, verweise ich auf eine sehr gute Internetseite hierzu.
Elektronik-Kompendium Löten Grundlagen
Weiterhin mein Tip. Fangen Sie mit einfachen Lötübungen an. Nehmen Sie z.B. eine Platine und löten einfach ein paar Drähte ein. Machen Sie dies solange, bis Sie den Dreh raus haben, und die Lötstelle silbern glänzend ist, und sie keinen dicken Lötbrocken mehr an Ihrer Lötspitze haben.
>>Seitenanfang<<
Und nun viel Erfolg beim nachbauen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|